B.F.V. Verfahren

Was ist das B.V.F. – Verfahren?

Im Jahr 2002 ist das Landesgestz Nr. 8 „Bestimmungen über die Gewässer“ in Kraft getreten und legt neue Richtlinien in Bezug auf die Bewirtschaftung der Niederschläge und die Bondenversieglung fest.

Im Februar 2004 wurde diese Bestimmung durch die Genehmigung des Projektes „B.V.F.-Verfahren – Beschränkungsindex der versiegelten Flächen“ vervollständigt. Diese Vervollständigung der Gemeindebauordnung, schreibt vor, daß Neubauten und Sanierungen an bestehender Bausubstanz und alle Eingriffe jeglicher Art auf Grundstücken und/oder an bestehenden Gebäuden mit Auswirkung auf Außenflächen, die Niederschlägen ausgesetzt sind (Abdeckungen, Terrassen, Außengestaltungen, Höfe, Grünflächen, Oberflächen mit Bodenbelag usw.) dem B.V.F. – Verfahren untergeordnet werden.

Warum wird es angewendet?

Ein Teil der Prozesse der Degradation des Makro- und Mikroklimas unserer Umwelt wird durch die Versiegelung und Abdichtung der Böden verursacht und gefördert. Die Luft über den abgedichteten und versiegelten Flächen erwärmt sich und die Konvektivbewegungen sind die Ursache für die Zirkulation der Staubpartikel. Die Wärme der Sonne, die gespeichert wird und abstrahlt, ist direkt mitverantwortlich für den Anstieg der Temperaturen in unseren Städten, da der natürliche lindernde Effekt der Evapotranspiration der Vegetation fehlt. Da das natürliche Versickern des Niederschlages in den Boden zur Gänze unterbunden oder sehr stark eingeschränkt ist, führt sein schnelles Abfließen in Wasserläufe zu Störungen im Wasserhaushalt, denn der natürliche Kreislauf von Auffangen und Abgeben an die Umwelt mittels Infiltration, Evaporation und Evapotranspiration ist unterbrochen.
Angesichts dieser Tatsachen ist die Einführung von Technologien für die Bewirtschaftung des Niederschlags eine Möglichkeit der Kompensation und Eingrenzung der Auswirkungen auf die Umwelt: Infiltration und Entsorgung an der Oberfläche, Technologien für Dachbegrünung, Technologien der Ingenieurbiologie, und natürlich, wo noch möglich, die traditionelle Begrünung und Bepflanzung.
Auszug aus: http://www.gemeinde.bozen.it/urb_context02.jsp?ID_LINK=512&page=8 vom 12.09.2008

 

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